Anleitung

Alles, was man wissen muss – in der Reihenfolge, in der es meist gebraucht wird.

1. So läuft eine Runde

  1. Eine Karte wird aufgedeckt. Der Text ist die Aufgabe und liegt offen – verdeckt bleibt nur das Jahr, und zwar auf jedem Gerät, auch auf dem der Leitung.
  2. Wer am Zug ist, sortiert ein. Jeder hat eine eigene Zeitleiste, die chronologisch geordnet ist. Du wählst die Lücke, in die das Ereignis gehört: vor der ältesten Karte, zwischen zwei Karten oder hinter der neuesten. Die Lücken sind mit den Jahren der Nachbarn beschriftet.
  3. Aufgedeckt. Stimmt die Position, bleibt die Karte in deiner Zeitleiste liegen. Sonst ist sie weg – und die Zeitleiste bleibt, wie sie war.
  4. Der Nächste ist dran. Gespielt wird reihum. Wer zuerst die vereinbarte Zahl an Karten richtig liegen hat, gewinnt; voreingestellt sind zehn.
Gleiche Jahre sind kein Problem. Liegen in deiner Zeitleiste schon Karten aus demselben Jahr wie die laufende Karte, sind mehrere Positionen richtig – du darfst sie auf jede Seite legen.

Läuft eine Rundenuhr, verfällt die Runde nach Ablauf und die Karte ist weg. Das ist Absicht: sonst hält ein Handy im Sperrbildschirm die ganze Runde auf.

2. Drei Arten zu spielen

Der Modus entscheidet vor allem eines: wo der Karte erscheint und wer die Runde weiterschaltet.

Fernspiel

Jeder an seinem eigenen Gerät, an beliebigen Orten. Die Karte erscheint bei allen.

Im selben Raum

Ein Gerät zeigt die Karte für alle, gespielt wird am eigenen Handy.

Ein Gerät

Ein Gerät wird herumgegeben. Alles läuft auf diesem Bildschirm.

3. Woher die Karten kommen

Jede Karte ist ein Ereignis mit einem geprüften Jahr – und genau das ist der Unterschied zu einem Spiel mit Musik: die Inhalte gehören zu diesem Spiel und brauchen kein Abo, keinen Login und keine Verbindung zu einem Musikdienst.

Eine gute Karte nennt das Jahr nicht. „Mauerfall in Berlin“ funktioniert, „Mauerfall 1989“ wäre die Antwort auf der Karte. Die App prüft das beim Import und markiert Karten, bei denen es durchgerutscht ist.

Zu jeder Karte gehört ein Beleg für das Jahr. Bei Musik konnte man sich am Anbieter orientieren, wenn ein Jahr bestritten wurde – hier gibt es niemanden, der widerspricht, also muss die Quelle mit.

4. Einladen

In der Lobby zeigt jedes Gerät – auch das eines Mitspielers – vier Wege. Nimm den, der zur Lage passt:

  • Raumcode vorlesen – wenn alle im selben Zimmer sitzen.
  • QR-Code – wenn das Board an einem Fernseher hängt. Kamera drauf, der Code ist dann schon eingetragen.
  • Teilen – öffnet am Handy die Systemauswahl, also WhatsApp, Signal und was du sonst hast. Der Weg fürs Fernspiel.
  • Link kopieren – funktioniert überall.
Einladen geht nur, solange die Partie nicht gestartet ist. Wer später kommt, muss auf die nächste Runde warten. Wer schon dabei war und zurückkommt, tritt dagegen jederzeit mit demselben Namen wieder ein – auch mitten im Spiel.

5. Benachrichtigt werden

Beim Fernspiel gehört dir deine Runde. Wenn du dran bist, deckst du die Karte selbst auf und beendest die Runde selbst – so wird nichts weitergeschoben, während du noch liest, ob es gestimmt hat. Danach ist der Nächste dran und bekommt eine Benachrichtigung.

Damit niemand die Partie anhalten kann, gibt es dafür Fristen: reagiert der Reihe nach niemand, deckt die Karte nach zwei Minuten von selbst auf, und eine aufgedeckte Runde geht nach 25 Sekunden weiter. Wie lange du zum Einsortieren hast, legt die Leitung beim Eröffnen fest – läuft diese Zeit ab, zählt die Runde als daneben.


Beim Spiel über verschiedene Orte wartest du zwischen deinen Zügen: bei fünf Leuten schaust du vier Runden zu. Dafür gibt es in der Spieleransicht ganz unten den Schalter „Benachrichtigen, wenn ich dran bin“. Dann kannst du das Handy weglegen – es meldet sich.

  • Du bekommst genau zwei Arten von Nachrichten: du bist dran und das Ergebnis am Ende. Sonst nichts.
  • Über die Karte steht nie etwas darin – weder ihr Text noch das Jahr. Eine Benachrichtigung liegt auf dem Sperrbildschirm, und dort könnten andere mitlesen.
  • Hast du die Partie gerade offen, kommt keine Nachricht. Du siehst den Zug ja schon.
Auf iPhone und iPad gibt es Benachrichtigungen nur, wenn Zeitsprung auf dem Home-Bildschirm liegt: in Safari auf Teilen tippen, dann Zum Home-Bildschirm, und Zeitsprung von dort öffnen. Das ist eine Vorgabe von Apple und gilt für jede Web-App.

6. Wenn etwas nicht klappt

Meine Verbindung ist abgerissen.

Nichts tun. Die App verbindet von selbst neu und holt den aktuellen Stand; ein Banner zeigt das an. Auch ein gesperrtes Handy oder ein Wechsel von WLAN auf Mobilfunk ist kein Problem. Das Spiel wartet nie auf ein getrenntes Gerät – läuft eine Rundenuhr, verfällt die Runde.

Ich habe die App geschlossen und komme nicht zurück.

Öffne sie einfach wieder – läuft die Partie noch, landest du direkt darin. Klappt das nicht, tritt über „Mitspielen“ mit demselben Raumcode und demselben Namen bei; dein Platz und deine Karten bleiben reserviert.

Das Jahr auf einer Karte stimmt nicht.

Möglich. Die Jahre sind von Hand kuratiert, und zu jeder Karte gehört ein Beleg. Die Leitung kann sie unter „Karten“ korrigieren, und der Verlauf nennt Karten, die auffällig oft falsch einsortiert werden – das ist selten Zufall.

Jemand kam zu spät und darf nicht mitspielen.

Nach dem Start lässt sich niemand mehr aufnehmen – so sind die Regeln. Entweder er schaut zu und ist in der nächsten Runde dabei, oder die Leitung beendet die Partie und eröffnet eine neue.

Ich bekomme keine Benachrichtigung, obwohl der Schalter an ist.

Zwei häufige Gründe. Erstens: hast du die Partie gerade offen, kommt absichtlich keine – du siehst den Zug ja. Zweitens auf dem iPhone: Zeitsprung muss dafür auf dem Home-Bildschirm liegen, im Browser-Tab funktioniert es nicht. Ob der Weg grundsätzlich steht, prüfst du mit „Probe senden“ direkt am Schalter.

7. Für die Leitung

Ein Konto braucht nur, wer Partien leitet oder den Katalog pflegt. Mitspielen geht ohne.

Leiten und Mitspielen sind zwei Rollen. Wer eine Partie eröffnet, hat zunächst nur die Leitung und keinen Platz in der Runde – kann also auch nicht einsortieren. In der Lobby steht deshalb der Knopf „Ich spiele mit“. Danach hast du beides in einem Browser: die Spieleransicht mit deiner Zeitleiste, und die Steuerknöpfe gleich mit dabei. Das Board auf einem großen Bildschirm ist dann nur noch Zugabe.
Partie eröffnen
Modus wählen, Deck wählen, Siegziel und Rundenzeit einstellen. Die Anzeige nennt den Umfang des Decks – ist er für das Siegziel zu klein, lässt sich die Partie nicht eröffnen, weil der Stapel vorher leer wäre.
Während der Partie
„Karte aufdecken“ zieht die nächste Karte. „Jetzt aufdecken“ ist die Notbremse, wenn ein Gerät nicht antwortet. „Nächster Zug“ gibt weiter. Im Handoff-Modus ist die DJ-Ansicht auf einem zweiten Gerät sinnvoll – dort wird der das Jahr sichtbar.
Decks und Jahre
Unter „Karten“ lassen sich Jahre korrigieren, Belege ergänzen und Karten aus dem Spiel nehmen. Eine von Hand geprüfte Jahresangabe wird von einem erneuten Import nicht überschrieben.